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Bauarten und Bauweisen

Flächenheizung und Flächenkühlung

Die Bauarten der Flächenheizung/-kühlung bezeichnen die Art und Weise der Integration in die raumumschließenden Flächen als Wärmeverteilschicht an Boden, Wand und Decke und deren Herstellung. Die Bauweisen unterscheiden sich im Wesentlichen in Nassbauweise und Trockenbauweise.

Die verschiedenen Bauarten der Flächenheizung und Flächenkühlung unterscheiden sich außerdem durch ihre Positionierung (Fußbodenheizung, Wandheizung oder Deckenheizung). Während Systeme für den Fußboden in der Regel eigenstabil verlegt werden, müssen Systeme an Wänden und Decken mit einer fachgerechten Befestigung der Systemrohre ausgestattet sein. Dementsprechend ähneln sich insbesondere die Systeme für Wand und Decke. Noch vielfältiger sind die Systeme der Fußbodenheizung und Fußbodenkühlung.

Für bestehende Gebäude – wo oft der Bodenaufbau begrenzt ist, bieten die Systemhersteller spezielle Modernisierungssysteme (Verlinkung mit Dünnschichtsysteme in IV. Modernisierung) mit besonders niedrigen Bodenaufbauten. Aber auch die Wand- und Deckenflächen eignen sich in Bestandsgebäuden sehr gut für eine energieeffiziente und thermisch behagliche Wärmeübergabe.

Es können die unterschiedlichen Bauarten der Flächenheizung und Flächenkühlung miteinander kombiniert werden, z. B. Wandheizung und Deckenheizung, Wandheizung und Fußbodenheizung, oder Deckenheizung und Fußbodenheizung. Ebenso ist die Kombination mit anderen Systemen der Wärmeübergabe, wie Heizkörper möglich.

Deckenheizung bzw. Deckenkühlung

Die Deckenheizung/-kühlung befindet sich in den Deckenflächen des Innenraumes. Ebenso eigenen sie sich für die Montage an Dachschrägen und deuten damit schon ihre Verwandtschaft mit den Bauweisen der Wandheizung/-kühlung an.

Bei Bedarf, z.B. in Bürogebäuden, Unterrichtsräumen, usw., kann eine Deckenheizung/-kühlung auch mit Akustikelementen kombiniert werden. In der Trockenbauweise ist der Einbau von Beleuchtungselementen, Luftauslässewn, usw. besonders gut möglich, da in der Trockenbauweise auch Installationsebenen integriert werden können. In der Regel kann an den Decken der größte Flächenanteil zur thermischen Aktivierung genutzt werden.

Bei der Deckenheizung und Deckenkühlung muss in Abhängigkeit der maximalen Oberflächentemperatur, eine Mindestraumhöhe von ca. 2,70 Meter berücksichtigt werden. Ebenso ist, wie bei der Fußbodenheizung, die maximale Oberflächentemperatur begrenzt, um den physiologischen Anforderungen des Menschen zu entsprechen und punktuelle Überhitzungen zu vermeiden.

Wandheizung bzw. Wandkühlung

Die Wandheizung/-kühlung befindet sich in den Wandflächen des Innenraumes. Sie kann sowohl an Innenwänden, wie auch an Außenwänden installiert werden. Ebenso können Regale oder Möbel vor die Wandheizung/-kühlung gestellt werden, wenn min. 20 mm Abstand zur Wand eingehalten werden, um die Wärme in den Raum gelangen zu lassen und keinen Wärmestau zu erzeugen.

Wandheizungen können mit einer höheren Oberflächentemperatur als es bei Deckenheizung und Fußbodenheizung möglich ist, betrieben werden. Es muss keineswegs die vollständige Wandhöhe thermisch aktiviert werden, sondern auch mit geringerer Höhe, wie beispielsweise unter Fensterbrüstungen, oder als Wandsockel ist die Erreichung der Raumtemperatur und der thermischen Behaglichkeit möglich. Darüber hinaus bietet dieses Variante auch raumgestalterische Optionen.

Wandheizungen eigenen sich auch im besonderen Maß zur Kombination mit Heizkörpern und können auch raumweise und punktuell eingesetzt werden und bieten eine Vielzahl an Anwendungsoptionen in der Modernisierung der Wärmeübergabe in bestehenden Gebäuden.

Fußbodenheizung bzw. Fußbodenkühlung

Die Fußbodenheizung und Fußbodenkühlung befindet sich in den Bodenflächen des Innenraumes und hat sich als Pionier der Flächentemperierung in den letzten 30 Jahren zum Standard in Neubauten, sowohl von Wohn- als auch von Nicht-Wohngebäuden entwickelt.

Bei der Fußbodenheizung und Fußbodenkühlung ist in der Regel die systembedingte Trittschalldämmung in der Systemplatte integriert. Dies unterscheidet sie wesentlich von der Deckenheizung und Wandheizung, da diese keine Trittschalldämmung benötigen. Die eventuell notwendige Wärmedämmung, bzw. der energetische Standard des Bauteils, ist jedoch wie für jedes System der Flächentemperierung, bauseits sicherzustellen.

Dünnschichtsysteme

Die Fußbodenheizung und Fußbodenkühlung (für die Modernisierung)

Dünnschichtsysteme als Boden-Verbundkonstruktionen sind dämmstoffunabhängige Systeme, bei denen die Systemplatten direkt auf der vorhandenen Lastverteilschicht verlegt werden. Dies können Estrich, Holzdielen, Gipsfaser-/Gipskartonplatten, Spanplatten, Gussasphalt, Betonboden oder der alte Fliesenbelag sein. Die Überdeckung über dem Rohr beträgt hierbei nur ≥ 3 mm, was sehr geringe Systemaufbauhöhen ermöglicht. Der Untergrund muss tragfähig, trocken und rissfrei sein sowie eine feste, saubere Oberfläche aufweisen. Die meist selbstklebenden systemplatten werden auf die Trennschicht aufgeklebt und die Rohre mit geringem Durchmesser verlegt.

Dünnschichtsysteme als Boden-Verbundkonstruktion

Noppenfoliensysteme sind besonders dünne Systemplatten, die mit einer Ausgleichsmasse kombiniert ausschließlich am Boden eingesetzt werden. Die gelochten, meist selbstklebenden Noppenfolien werden auf den grundierten Untergrund aufgeklebt und die Rohre mit geringem Durchmesser zwischen die Noppen eingeklipst. Somit wird nicht nur die Eigenstabilität des Systemrohrs gewährleistet, sondern auch ein einheitlicher Verlegeabstand sichergestellt.

Diese Dünnschichtsysteme werden mit einer auf den Untergrund abgestimmten, speziellen selbstverlaufenden Ausgleichsmasse verfüllt, einschließlich der Noppen, die durch Öffnungen ebenfalls mit der Ausgleichsmasse gefüllt werden. Hierdurch wird der direkte Verbund der Ausgleichsmasse zur grundierten Lastverteilschicht erreicht.

Dünnschichtsysteme als schwimmende Konstruktion

Bei Dünnschichtsystemen als schwimmende Konstruktion werden die Systemplatten auf einer Trennlage und gegebenenfalls zusätzlich auf einer Dämmschicht nach Vorgabe des Herstellers (Mindestdruckfestigkeit) verlegt. Der Untergrund muss tragfähig, trocken und rissfrei sein sowie eine feste, saubere Oberfläche aufweisen.

Auch diese Dünnschichtsysteme werden mit einer, auf den Untergrund abgestimmten, speziellen, selbstverlaufenden Ausgleichsmasse verfüllt, welche in Verbindung mit der speziellen Noppenplatte, die Funktion einer Last- und Wärmeverteilschicht übernimmt. Dementsprechend kann der Bodenbelag direkt aufgebracht werden und ermöglicht somit eine Überdeckung über dem Rohr von weniger als 20 mm, was geringe Systemaufbauhöhen ermöglicht.

Dämmstoffunabhängige Verlegesysteme

Dämmstoffunabhängige Verlegesysteme ermöglichen die Trennung der Rohrverlegeebene von der Wärme-/Trittschalldämmebene. Gerade bei einem Neuaufbau der Bodenkonstruktion erfordern die baulichen Gegebenheiten des tragenden Untergrundes oft sehr unterschiedliche Bodenaufbauten in demselben Objekt. Es können unterschiedlichste Dämmstoffe zur Erfüllung der Wärme- bzw. Trittschalldämmanforderungen eingesetzt werden, z. B. Holzfaser-Dämmplatten, gebundene Dämmschüttungen, oder EPS, PUR usw.

Objektbegleitung und Serviceleistungen der Systemhersteller

Sowohl für die Nassbauweisen als auch für die Trockenbauweisen bieten die Systemhersteller umfassende Fach- und Planungsinformationen sowie die technischen Kennwerte und Leistungsbezüge ihrer Systeme. Für den Fachhandwerker und Fachplaner bieten die Systemhersteller darüber hinaus, einen objektspezifischen Planungsservice, sowohl für Neubau, aber auch für die Modernisierung von bestehenden Gebäuden.