Fußbodenheizung

Fußbodensysteme zur Flächenheizung- und -kühlung bieten ein angenehmes Wohlfühlklima zu jeder Jahreszeit in Kombination mit höchster Energieeffizienz. Unterschieden wird zwischen Dünnschichtsysteme als Boden-Verbundkonstruktion, Dünnschichtsysteme als schwimmende Konstruktion, Dämmstoffunabhängige Verlegesysteme und Trockensysteme.

Dünnschichtsysteme als Boden-Verbundkonstruktion

Dünnschichtsysteme als Boden-Verbundkonstruktionen sind dämmstoffunabhängige Systeme, bei denen die Systemplatten direkt auf der vorhandenen Lastverteilschicht verlegt werden. Dies können Estrich, Holzdielen, Gipsfaser-/Gipskartonplatten, Spanplatten, Gussasphalt, Betonboden oder der alte Fliesenbelag sein.
Die Überdeckung über dem Rohr beträgt hierbei nur ≥ 3 mm, was sehr geringe Systemaufbauhöhen ermöglicht.
 

Noppenfoliensysteme

Noppenfoliensysteme mit Ausgleichsmasse werden ausschließlich am Boden eingesetzt. Die gelochten, meist selbstklebenden Noppenfolien werden auf den grundierten Untergrund aufgeklebt und die Rohre mit geringem Durchmesser (z. B. 10 oder 12 mm) verlegt. Diese Dünnschichtsysteme werden mit einer auf den Untergrund abgestimmten, speziellen selbstverlaufenden Ausgleichsmasse verfüllt, einschließlich der Noppen, die durch Öffnungen ebenfalls mit der Ausgleichsmasse gefüllt werden. Hierdurch wird der direkte Verbund der Ausgleichsmasse zur grundierten Lastverteilschicht erreicht.

Dünnschichtsysteme als schwimmende Konstruktion

Bei Dünnschichtsystemen als schwimmende Konstruktion werden die Systemplatten auf einer Trennlage und gegebenenfalls  zusätzlich auf einer Dämmschicht nach Vorgabe des Herstellers (Mindestdruckfestigkeit) verlegt. Der Untergrund muss tragfähig, trocken und rissfrei sein sowie eine feste, saubere Oberfläche aufweisen. Die meist selbstklebenden Flächenheiz- und -kühlelemente werden auf die Trennschicht aufgeklebt und die Rohre mit geringem Durchmesser (z. B. 10 oder 12 mm) verlegt.

Dünnschichtsysteme werden mit einer, auf den Untergrund abgestimmten, speziellen, selbstverlaufenden Ausgleichsmasse verfüllt, welche die Funktion einer Last- und Wärmeverteilschicht übernimmt. Die Überdeckung über dem Rohr beträgt hierbei ≥ 20 mm, was geringe Systemaufbauhöhen ermöglicht.

Dämmstoffunabhängige Verlegesysteme

Dämmstoffunabhängige Verlegesysteme ermöglichen die Trennung der Rohrverlegeebene von der Wärme-/Trittschalldämmebene. Gerade bei einem Neuaufbau der Bodenkonstruktion erfordern die baulichen Gegebenheiten des tragenden Untergrundes oft sehr unterschiedliche Bodenaufbauten in demselben Objekt. Es können unterschiedlichste Dämmstoffe zur Erfüllung der Wärme- bzw. Trittschalldämmanforderungen eingesetzt werden, z. B. Mineralwolle, EPS, PUR oder gebundene Dämmschüttungen.

Trockensysteme

Trockensysteme besitzen vorgeformte Rillen in den Wärmedämmplatten, in denen zur besseren Wärmeverteilung passend geformte Wärmeleitbleche ausgelegt werden bzw. bereits werkseitig eingebracht sind. Die Bleche nehmen auf der Oberseite die Rillenformen auf, in denen dann die Systemrohre verlegt werden. Als Lastverteilschicht werden z. B. Trockenestrichsysteme zweischichtig und fugenversetzt verlegt. Alternativ können auch spezielle Estrichziegel und miteinander verklebte Fertigbetonplatten als Last- und Wärmeverteilschicht verwendet werden.

Die Hauptmerkmale dieses Systems sind die schnelle Fertigstellung, das geringe Flächengewicht und die schnelle Belegreife für den Bodenbelag, da die Trocknungszeiten sehr gering sind oder komplett entfallen können.