Deckenheizung

An heißen Tagen besonders effizient zur Flächenkühlung und in den kalten Jahreszeiten zur ergänzenden Beheizung. Falls die Aufbauhöhe keine Installation eines Flächenheiz- und -kühlsystems zulässt oder der vorhandene Bodenbelag erhalten werden soll, besteht die Möglichkeit die Decken zu nutzen.

Unterschieden wird allgemein zwischen Schienensystemen, Trockensystemen und Modulsystemen. Darüber hinaus existieren noch nonkonforme, weitere Systeme.

Schienensysteme

Schienensysteme können direkt auf der Wand oder an der Decke angebracht werden, wenn der vorhandene Untergrund tragfähig ist. Lockere Altputze müssen eventuell abgeschlagen und der Untergrund mit einem Haftgrund bzw. einer Feuchtigkeitssperre versehen werden. Für die Montage in Wand oder Decke sind die Anforderungen an die Dämmung vorab zu prüfen. Nach Anbringung der Schienen und Verlegung der Rohre kann die Wand/Decke verputzt werden. Geeignet sind Putze mit den Bindemitteln Gips, Kalk, Zement, Lehm oder Kombinationen gemäß DIN 18550 sowie herstellerspezifische Heizputze. Die Putzaufbringung erfolgt nass in nass in zwei Schichten. In die rohrüberdeckende Putzschicht ist ein Armierungsgewebe einzuarbeiten.

Trockensysteme

Trockensysteme besitzen vorgeformte Rillen in den Wärmedämmplatten, in denen zur besseren Wärmeverteilung passend geformte Wärmeleitbleche ausgelegt werden bzw. bereits werkseitig eingebracht sind. Die Bleche nehmen auf der Oberseite die Rillenformen auf, in denen dann die Systemrohre verlegt werden. Als Lastverteilschicht werden z. B. Trockenestrichsysteme zweischichtig und fugenversetzt verlegt. Alternativ können auch spezielle Estrichziegel und miteinander verklebte Fertigbetonplatten als Last- und Wärmeverteilschicht verwendet werden. Die Hauptmerkmale dieses Systems sind die schnelle Fertigstellung, das geringe Flächengewicht und die schnelle Belegreife für den Bodenbelag, da die Trocknungszeiten sehr gering sind oder komplett entfallen können.
 

Modulsysteme

Modulsysteme bestehen aus einzelnen Systemplatten mit gegebenenfalls wärmegedämmter Trägerschicht und integrierten Systemrohren. Die Platten in Modulbauweise werden in verschiedenen Maßen angeboten. Die integrierten Heiz-/Kühlrohrregister werden mit Pressmuffen oder ähnlichen Verbindern zu einem geschlossenen System miteinander verbunden. Sogenannte Blindplatten in gleicher Stärke wie das Modulsystem werden für die Restflächen an der Decke eingesetzt, um eine geschlossene Fläche zu erhalten.